Eine Klasse für sich: Der bisher schmalste Vollautomat von Jura

Nach der Ankündigung der ­neuen Modelle S10 und E10 auf dem IFA Kick-Off Ende Juni ­legte Jura auf der ­Leitmesse selbst noch einmal kräftig nach. Die wichtigste Neuheit aus ­Berlin ist die neue Jura A8, denn in dem nur 19 cm breiten Gehäuse steckt tatsächlich der bisher ­schmalste Jura Vollautomat. Damit gibt der Schweizer ­Hersteller dem Fachhandel die Möglichkeit, neue Zielgruppen zu adressieren, in deren Küchen, ­Appartments oder Wohnräumen der Platz knapp ist. Das ist Teil der Strategie von Jura, gezielt Produkte für Marktsegmente zu entwickeln, in  denen es trotz des verhaltenen Konsumklimas Wachstumspotential gibt. Trotz ihrer kompakten Bauweise ist die Jura A8 mit den bewährten Technologien der Premium-Marke ausgestattet und kann 18 Spezialitäten, darunter Hot Brew und Light Brew Getränke, zubereiten. Während die neue A8 mit einem Preis von 999 Euro (UVP) in einem populären Seg­ment angesiedelt ist, gibt Jura mit einem Upgrade für die Z10 auch in der Oberklasse mit weiter­ent­wickeltem Bedienkomfort und hochwertigen Materialdetails Impulse.

Jura Geschäftsführer Horst Nikolaus: „Es lohnt sich, auf neue Markt­segmente mit Wachstumspotential zu schauen.”

Nach Ansicht von Jura Geschäftsführer Horst Nikolaus ist es derzeit besonders wichtig, den Kunden gute Gründe für den Kauf eines Kaffeevollautomaten zu vermitteln. „In den ersten sechs Monaten dieses Jahres konnte sich unser Markt den allgemeinen Konsum-Trends nicht vollständig entziehen. Denn viele Menschen machen sich Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung und sind durch die internationalen Krisen verunsichert. Auch die steigenden Kosten für Energie tragen zur Preis­sensibilität der Kunden bei. So wächst zwar die Menge der verkauften Kaffeevollautomaten, die Preise und der Umsatz steigen aber leider nicht.“

In diesem Umfeld habe sich Jura gut behauptet, betonte Nikolaus. „Im Premium- und Luxus-Segment über 2.000 Euro konnten wir als klare Nummer Eins unseren ­Marktanteil weiter ausbauen. Auch in der Preisklassen zwischen 1.000 und 2.000 Euro haben wir zugelegt, und im Consumer-Segment von 800 bis 1.000 Euro sind wir weiterhin die Nummer Eins. Das verdanken wir zum einen der Qualität unserer Produkte, zum anderen aber auch ­unseren Handelspartnern, die diese qualifiziert ver­markten. Dabei unterstützen wir sie gerne mit PoS-­Materialien, Schulungen und unserem Außendienst.“

Trotz der verhaltenen Nachfrage habe sich im ersten Halbjahr bestätigt, dass Innovationen den Absatz von Kaffeevollautomaten spürbar beleben können, betonte Nikolaus. „Ein sehr gutes Beispiel ist der Verkauf von ­Kaffeevollautomaten mit Cold Brew Funktion; dieser legte um 43 Prozent zu.“ Deshalb lohne es sich, auf neue Marktsegmente mit Wachstumspotential zu schauen, sagte ­Nikolaus. „75 Prozent der Haushalte in Deutschland sind Single oder Zwei-Personen-Haushalte.“, berichtete der Jura Geschäftsführer. „Diese Haushalte befinden sich zum überwiegenden Teil in urbanen ­Gegenden, in denen der Wohnraum knapp und teuer ist. Da die meisten von ihnen gerne und regelmäßig ­Kaffee trinken, sind sie durchaus an Vollautomaten interessiert, haben aber oftmals nur wenig Platz für ein solches Gerät. Für diese Zielgruppe haben wir mit der Jura A8 unseren bisher schmalsten Vollautomaten entwickelt.“

Viel Aroma auf wenig Stellfläche

Schlank und vielseitig: Die neue Jura A8.

Trotz ihres schlanken Formats mit nur 19 cm Breite ist die neue Jura A8 mit der Full-Size-Brüheinheit und der 3D-Brühtechnologie des Schweizer Herstellers ausgestattet. Sie kann Pulvermengen von 5 bis 16 Gramm verarbeiten, die mit dem P.A.G.3-Mahlwerk aromaschonend gemahlen wurden. Zusätzlich hat die A8 einen überwachten Pulverschacht für gemahlenen Kaffee. Das ist praktisch, wenn z. B. im Einzelfall ein entkoffeiniertes Produkt verwendet werden soll.

Zum Repertoire des schlanken Vollautomaten gehören 18 Spezialitäten vom intensiven Espresso über milde oder verlängerte Getränke bis zum modernen Flat White. Auch heißes Wasser für Tee gibt die Maschine auf Wunsch aus. Mit Hot Brew und Light Brew ist sie für zwei der Jura Genusswelten vorbereitet. Das neue HP4-Milchsystem sorgt für besonders heißen, feinporigen Milchschaum, die automatische One-Touch Milchsystem-Reinigung macht die Pflege einfach.

Komfortabel ist auch die Bedienung. Mit vier Tasten ­auf dem 2,8 Zoll ­großen Farbdisplay lassen sich die gewünschten Spezialitäten schnell und einfach abrufen. Der optional ­erhältliche WiFi Connect V2 und die Jura App J.O.E. ­erlauben zudem die Nutzung des Coffee Timers, damit das gewünschte Getränk zum rich­tigen Zeitpunkt fertig ist. Trotz der automatischen Funktionen bietet die A8 auch Möglichkeiten zur Indivi­dualisierung: Die Kaffeestärke kann in zehn Stufen programmiert werden, der Mahlgrad in sieben Stufen und die Brühtemperatur in drei Stufen.

Gerade bei wenig Platz spielt das ­Design eines Kaffee­vollautomaten eine wichtige Rolle, denn niemand möchte sich ein dominant wirkendes Gerät in die Küche stellen. Hier passt die Jura A8 mit schnörkellosen ­Formen, ­schlanker Silhouette und den Hochglanz-Frontpanels in Piano Black in praktisch jede Umgebung. Dabei setzen die harmonisch inte­grierte Tassenplattform und der edle Bohnenbehälter im Kristall-Look hochwertige Akzente, ohne aufdringlich zu wirken. Die Jura A8 ist in der Farbvariante Piano Black ab sofort für 999 Euro (UVP) erhältlich.

Aufwertung für die Jura Z10

Jura hat den Oberklasse-Vollautomaten Z10 noch einmal aufgewertet.

Seit mehr als fünf Jahren steht die Jura Z10 für den Erfolg ihres Her­stellers im Luxus-Segment über 2.000 Euro. Mit der Einführung der zweiten Generation vor einem Jahr wurde das Leistungprofil des Gerätes erweitert, das neben Cold Brew- auch Light Brew-Getränke herstellen kann und verschiedene Milchschaum-Optionen bietet, darunter Sweet Foam mit aromatischem Sirup. Jetzt wertet Jura den Oberklasse-Vollautomaten mit einem fünf Zoll großen Farbdisplay und einem veredelten Design in Obsidian Black weiter auf. Damit spiegelt die Optik noch deutlicher das Premium-Kaffee-Erlebnis wider, zu dem das Präzisions-Mahlwerk P.R.G.2+, fünf Brühprozesse und ein smartes ­Quartett aus Coffee Timer, Koffeinregler, Milk Assistant und Quality ­Assistant ihre Beiträge leisten.

Die Auswahl des gewünschten ­Getränks aus den 51 Kaffeespezialitäten aus den vier Genusswelten Hot Brew, Light Brew, Cold Brew und Sweet Foam ist auf dem neuen Display besonders komfortabel: Mit ­Antippen und Swipen ist das gewünschte Getränk schnell gefunden. Zusätzliche Orientierung bietet die farblich dynamische Darstellung. Der persönliche Geschmack von bis zu vier Nutzern lässt sich in indivi­duellen Profilen widerspiegeln – sie zeigen nicht nur die jeweils beliebtesten Kaffeespezialitäten, sondern stellen auch die bevorzugte Kaffeestärke, den Mahlgrad und die ­Brühtemperatur individuell ein. Der ­Koffeinregler ermöglicht es, den ­Gehalt des belebenden Stoffes in drei Stufen zu dosieren.

Das Display der Jura Z10 ist nun auf fünf Zoll Diagonale gewachsen.

Äußerlich unterscheidet sich die neue Jura Z10 vom Vorgänger­modell, das zuletzt im Juni mit dem Design-Award von Schöner Wöhnen ausgezeichnet wurde, durch eine Tassenplattform aus massivem Zinkdruckguss und das von tiefschwarzem, vulkanischem Glas ­inspirierte Gehäuse in Obsidian Black, das mit mattem Finish und ­feinen Anthrazit-Nuancen die präzise Klarheit der Formensprache unterstreicht. Geblieben ist der für die Z10 typische Wassertank im Wellen­design und die Eleganz der konvex-­konkaven Front. Die weiterentwickelte Jura Z10 (EC) ist ab sofort für 2.595 Euro (UVP) erhältlich.

Neuer digitaler Assistent von Jura

Mit dem neuen KI-basierten Text-Chatbot Leo unterstützt Jura jetzt Kundinnen und Kunden sowie Fachhandels­partner mit aktuellen Produktinformationen. Das funktioniert nach Angaben des Herstellers ohne App-Download rund um die Uhr in 85 Sprachen und soll ein schnell zugängliches Informationsangebot am PoS darstellen.

Dafür wird lediglich ein QR-Code mit dem Smartphone oder Tablet gescannt und die Webseite geöffnet, auf der man anschließend mit Leo chatten kann. Ein besonderer Vorteil: Der Assistent ist polyglott und beherrscht 85 Sprachen, so dass die Nutzerinnen und Nutzer ihre Fragen so stellen können, wie sie sich am sichersten fühlen.

„Leo ist als rein digitaler Assistent angelegt und soll die persönliche Beratung im Fachhandel keinesfalls ersetzen“, betonte Horst Nikolaus. „Aber er kann Verkaufsgespräche mit Produktinformationen, Produktvergleichen und ­Antworten auf allgemeine Fragen schnell und unkompliziert unterstützen.“ Zum Angebot gehören Informationen zu Schlüsseltechnologien, Funktionen und Ausstattungsmerkmalen der Kaffeevollautomaten ebenso wie Hinweise zu Reinigung und Pflege sowie Nachhaltigkeit und Service. Auch Fragen zur Marke, zu Jura als Unternehmen und zum Professional Sortiment kann Leo beantworten. Dagegen verzichtet Jura bei den Fähigkeiten des Assistenten ­bewusst auf Kaufempfehlungen sowie konkrete Auskünfte zu Preisen und Verfügbarkeit, denn die Eigenständigkeit der Fachhandelspartner soll auf jeden Fall bewahrt werden.