Plaud, der Spezialist für Systeme zur Verarbeitung von Sprache in beruflichen Zusammenhängen, stellt auf der IFA das neue KI-Wearable Plaud One Explorer Edition vor. Es erfasst Telefonate, Online-Meetings, persönliche Gespräche und spontane Ideen, um daraus daraus automatisch Transkripte und Zusammenfassungen zu erstellen. Zudem nutzt die KI diese Informationen, um Folgeaktionen anzustoßen. Damit soll sie die Nutzer dabei unterstützen, Gesprächskontexte besser im Gedächtnis zu behalten, Entscheidungen nachzuverfolgen und ihre Aufgaben effizient zu erledigen.
Das kompakte Gerät stellt mit einer integrierten eSIM 4G-LTE-Verbindungen her, mit denen Gespräche auch ohne ein verbundenes Smartphone automatisch in Echtzeit auf die Plattform Plaud Intelligence hochgeladen und dort verarbeitet werden können. So soll ein Kontext entstehen, in der die KI-Funktionen Informationen aus mehreren Gesprächen miteinander verknüpfen, Follow-ups vorbereiten, Berichte erstellen und Aktionen über verbundene digitale Tools ausführen können. Plaud One wird als Ohrhörer getragen oder kann zusammen mit seinem Ladecase verwendet werden.
Das wichtigste Element der Plaud Intelligence Plattform ist der Plaud Agent, der Gespräche analysiert, Zusammenhänge zwischen Informationen erkennt und dadurch in der Lage ist, Aufgaben über mehrere Anwendungen hinweg auszuführen. Dafür werden häufig verwendete Tools wie Gmail, Google Calendar, Notion und Slack integriert, damit die Nutzer Workflows abschließen können, ohne zwischen verschiedenen Plattform wechseln zu müssen.
Der Plaud Agent nutzt eine Bibliothek von Workflows, die Skills genannt werden, sowie kuratierte Workflow-Sammlungen, die auf bestimmte Rollen zugeschnitten sind und Plugins heißen. Auf dieser Grundlage kann die KI fertige Arbeitsergebnisse erstellen, darunter E-Mails, Dokumente und Präsentationen. Diese Ergebnisse können anschließend direkt bearbeitet, geteilt oder exportiert werden.
Mit jeder Interaktion erweitert Plaud den verfügbaren Kontext. Die KI baut Erinnerungen und Verknüpfungen zwischen Gesprächen auf, damit der Plaud Agent verstehen kann, welche Informationen relevant sind, welche Tools benötigt werden und welche Ergebnisse der Absicht des Nutzers am besten entsprechen.
Die Anwendungen sind vielfältig: So kann zum Beispiel ein Vertriebsleiter nach einem Kundentermin Plaud One bitten, eine Zusammenfassung für das Follow-up zu erstellen, bevor der nächste Termin beginnt. Eine Führungskraft kann vor einem Meeting eine Zusammenfassung des vorherigen Kundengesprächs abrufen, oder ein Berater kann automatisch aus der Diskussion in einem Workshop einen Projektbericht erstellen.
Die Plaud One Explorer Edition kostet 249,90 Euro (UVP) und kann ab sofort in ausgewählten Märkten vorbestellt werden. Kunden, die eine Vorbestellung aufgeben, erhalten ein Guthaben im Wert von 176 Euro, das für berechtigte Plaud-Intelligence-Funktionen und -Dienste verwendet werden kann. Der Versand der Geräte soll im vierten Quartal 2026 beginnen, in dem auch die Plaud App 4.0 für alle Plaud-Produkte verfügbar werden soll. Das Update beinhaltet u. a. eine vollständig überarbeitete Benutzeroberfläche, die den Zugriff auf die Funktionen von Plaud Intelligence einfacher und intuitiver gestalten soll.












