Die Miele Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 ihren Umsatz trotz der schwierigen Bedingungen um 2,3 Prozent auf 5,16 Milliarden Euro gesteigert. Dazu hätten vor allem die Bereiche Küchenlösungen und gewerbliche Anwendungen beigetragen, erklärte die Geschäftsleitung auf einer Pressekonferenz. In den Jahren 2024 und 2025 habe das Unternehmen weltweit insgesamt 468 Millionen Euro investiert, davon rund 300 Millionen Euro in Deutschland. Das angekündigte Investitionsziel von 500 Millionen Euro in Deutschland bis 2028 bleibe unverändert.
Die Mittel sollen unter anderem in die Modernisierung und den Ausbau mehrerer Werke sowie in die Weiterentwicklung von Entwicklungs- und Schulungszentren fließen. Dazu kommen Investitionen in internationale Fertigungskapazitäten und den Ausbau des globalen Netzwerks von Experience Centern. Zuletzt wurden Standorte in Brünn, London und Montreal eröffnet.
Zudem setzt Miele weiterhin auf Innovationen: „Bis 2028 werden wir rund 60 Prozent unseres Produktportfolios erneuern”, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Reinhard Zinkann. „Damit bekräftigen wir unseren Premiumanspruch, stärken unsere Marktposition und legen die Basis für künftiges Wachstum.“
Ein zentraler Baustein der strategischen Weiterentwicklung war das von Miele 2024 zur Verbesserung der Kosten- und Ergebnisstruktur und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit aufgelegte Performance Program, das zum Jahresende 2025 erfolgreich abgeschlossen wurde. Das geplante Einsparziel von 500 Millionen Euro sei erreicht worden, erklärte Rebecca Steinhage, Geschäftsführerin Human Resources & Corporate Affairs. Dazu beigetragen habe auch eine Senkung der Personalkosten um mehr als 120 Millionen Euro, ohne dass es in Deutschland zu betriebsbedingten Kündigungen gekommen sei. Weltweit beschäftigt Miele derzeit rund 23.000 Mitarbeitende (- 2,4 Prozent).
Insgesamt wurden im Zuge des Programms rund 3.300 Einzelmaßnahmen weltweit umgesetzt; dabei führte das größte Projekt zu Einsparungen im zweistelligen Millionenbereich in der Logistik. „Miele kann Wandel”, stellte Steinhage fest. „Das haben wir in unserer Geschichte mehrfach bewiesen. Mit dem Performance Program haben wir unsere Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und das Unternehmen zukunftsfest aufgestellt. Trotz wirtschaftlichen Gegenwinds sind wir vorangekommen, haben wertvolle Erfahrungen gesammelt und setzen diesen Weg konsequent fort.“ Künftiges Wachstum werde strategisch auf Premium-Innovationen im Haushalts- und Gewerbebereich sowie auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz ausgerichtet sein, fügte Steinhage hinzu. „Unsere Aufstellung mit den zwei Säulen Domestic und Professional verbindet Stabilität mit Wachstumschancen.“
Die Digitalisierung ist für Miele ein wichtiger Treiber der intelligenten Vernetzung von Hardware und Software, um den Kundennutzen weiter zu erhöhen. Dies gelte sowohl für die Effizienzsteigerung im professionellen Bereich als auch für den privaten Einsatz, erklärte Dr. Markus Miele, Geschäftsführender Gesellschafter. „Das besondere Vertrauensverhältnis, das viele Kunden mit Miele verbinden, ist für uns der Maßstab bei Entwicklung und Einsatz von KI-Lösungen in unseren Produkten.“
Dabei soll der traditionelle Qualitätsanspruch der Marke erhalten bleiben. So werden Miele Hausgeräte auf eine Lebensdauer von 20 Jahren getestet, und auf die Motoren von Waschmaschinen, Trocknern und Waschtrocknern gibt es seit 2025 25 Jahre Garantie. „Wir geben Garantien in einer Zeit ohne Garantien“, betonte Miele. Auch das Thema Nachhaltigkeit bleibt relevant: Im Februar wurde das Unternehmen zudem mit der EcoVadis-Goldmedaille für seine Nachhaltigkeitsleistung ausgezeichnet. Und die Designstudie des komplett recycelbaren Staubsaugers „Vooper“ erhielt den Bundespreis Ecodesign 2025.












