In der am 23. Juni von der Bayerischen Landeszentrale für Medien (BLM) veröffentlichten Funkanalyse Bayern zeigt sich, dass im flächengrößten Bundesland erstmals mehr Menschen Radio über die digitalen Empfangswege DAB+, Webradio, Kabel und Satellit (48,1 Prozent) als über UKW (45,2 Prozent) hören. Die Entwicklung der vergangenen Jahre setzt sich fort: Digitales Hören, insbesondere über DAB+, nimmt zu, während der analoge Radioempfang über UKW zurückgeht.
Auch bundesweit wächst die Nutzung. Laut der ma 2026 Audio I, der Konvergenzwährung für Radio- und Online-Audionutzung, hören inzwischen 34,5 Prozent der Bevölkerung DAB+ im WHK (Weitester Hörerkreis, ein Reichweitenwert, der z. B. die Bekanntheit der Radiomarke misst) – ein Anstieg gegenüber 32,9 Prozent in der ma 2025 Audio II. In der Zielgruppe der 30- bis 59-Jährigen liegt der Wert mit 41,7 Prozent (zuvor: 39,9 Prozent) noch höher, heißt es in einer Pressemitteilung.
Zu vergleichbaren Ergebnissen kommt die aktuelle Mediennutzungsanalyse des Verbands Vaunet: Die Menschen in Deutschland nutzen demnach immer mehr Audiomedien. 2025 entfielen täglich 259 Minuten auf Audioangebote, sechs Minuten mehr als im Vorjahr. Auch Radio wurde länger gehört: Die werktägliche Nutzungsdauer lag bei 189 Minuten und damit ebenfalls sechs Minuten über dem Wert von 2024.
Auch bundesweit über DAB+ verbreitete private Programme profitieren von der starken Audionutzung. Radio BOB! behauptet sich laut ma 2026 Audio I mit 4,516 Millionen Hörerinnen und Hörern pro Tag als reichweitenstarke Rock Audiomarke und gehört nach Hörerinnen und Hörern pro Durchschnittsstunde zu den zehn meistgehörten Radioprogrammen Deutschlands.
Unter den ausschließlich digital und bundesweit verbreiteten Programmen erzielen Beats Radio (plus 51 Prozent) und Schwarzwaldradio (plus 30 Prozent) die höchsten Zuwächse bei den Hörern pro Durchschnittsstunde.
Die Landesrundfunkanstalten der ARD treiben den Wechsel in die digitale Verbreitung voran und begleiten diesen kommunikativ, um einen möglichst reibungslosen Übergang von UKW auf DAB+ für die Hörerinnen und Hörer sicherzustellen.
Auch in vielen beliebten Urlaubs- und Reiseländern wächst das Angebot an digitalem Antennenradio weiter. In zahlreichen europäischen Destinationen wie Italien, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz oder Skandinavien ist DAB+ bereits weit verbreitet und ermöglicht Reisenden eine große Programmvielfalt in stabiler, rauschfreier Qualität – im Auto, im Wohnmobil oder mit einem kompakten Kofferradio. Einen Überblick über die DAB+ Verfügbarkeit in Europa bieten Plattformen wie WorldDAB.












