ElectronicPartner, Euronics, expert und der Spezialversicherer Wertgarantie haben auf der Koop ein Positionspapier unterzeichnet, das eine Grundlage für eine nachhaltige Zusammenarbeit bei der Umsetzung der EU-Richtlinie zum Recht auf Reparatur (RaR) bis zum 31. Juli 2026 bilden soll. Dabei geht es darum, klare, praktikable Rahmenbedingungen zu definieren, die Interessen des Fachhandels gebündelt zu vertreten und den technischen Fachhandel als kompetente Anlaufstelle für Reparaturen zu stärken.
Dafür wurden u. a. folgende Maßnahmen vereinbart: Die Verbundgruppen streben eine Vereinbarung mit den Industriepartnern an, um bei Reparaturen innerhalb der ersten 24 Monate einen verlängerten Gewährleistungszeitraum zu ermöglichen. Zudem soll mit Unterstützung von Wertgarantie eine strukturierte Datenpflege sowie ein gezielter Datenaustausch im Bereich der Serviceleistungen der kooperierenden Fachhandelspartner umgesetzt werden. Auch Schulungsmaßnahmen und Informationskampagnen für die Mitarbeitenden im Fachhandel sowie die Verbraucher sind geplant.
„Mit dieser Zusammenarbeit bieten wir den angeschlossenen Handels- und Servicebetrieben Unterstützung und die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung und praxisorientierten Umsetzung des Rechts auf Reparatur zu beteiligen”, sagte Patrick Döring, Vorstandsvorsitzender bei Wertgarantie. „Der offene Ansatz ermöglicht es, Know-how zu bündeln, vorhandene Servicelösungen einzubringen und gemeinsam nachhaltige und innovative Lösungen zu entwickeln.“
„Die Herausforderungen der neuen gesetzlichen Vorgaben sind vielfältig”, betonte ElectronicPartner Vorstand Matthias Assmann, der seine erstmalige Anwesenheit auf der Koop auch dazu nutzte, sich vor Ort über das Messekonzept zu informieren. „Nur gemeinsam können wir Ressourcen effizient nutzen, den Fachhandel sowie Servicebetriebe gezielt bei der Umsetzung unterstützen und bundesweit den nachhaltigen Gerätegebrauch für Konsumenten fördern.“
„Wir verfolgen das klare Ziel, die lokalen Wertschöpfungsketten zu stärken, Ressourcen zu schonen und den Klimaschutz sowie die Kreislaufwirtschaft voranzubringen”, fügte Euronics Vorstand Brendan Lenane hinzu. „Gleichzeitig wollen wir als verlässliche Ansprechpartner für Konsumenten rund um das Thema Recht auf Reparatur wahrgenommen werden.“
„Das Recht auf Reparatur ist ein strategisches Querschnittsthema, das Umwelt-, Wirtschafts-, Verbraucher-, Digital- und Sozialpolitik gleichermaßen berührt”, kommentierte expert Einzelhandelsvorstand Christoph Komor. „Für den Elektrofachhandel geht es dabei nicht nur um regulatorische Vorgaben, sondern um die Frage, wie Reparatur dauerhaft wirtschaftlich tragfähig und organisatorisch verlässlich umgesetzt werden kann. Mit dem Positionspapier schaffen wir eine gemeinsame Grundlage.“












