Verbraucherverhalten in der Weihnachtssaison 2025

In der Weihnachtssaison 2025 haben sich grundlegende Veränderungen im Timing und in den Prioritäten der Verbraucher gezeigt. Das ergibt sich aus Zahlen des Marktforschungsunternehmens NielsenIQ (NIQ), die jetzt von der gfu veröffentlicht wurden. Der Gesamtumsatz mit Technikprodukten erreichte demnach in den EU-Kernmärkten und Brasilien ein Volumen von 27,36 Milliarden Euro, was einem moderaten Anstieg von +0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei begann die Kaufwelle früher als je zuvor und zeigte bereits Mitte November starke Aktivitäten.

Der Umsatz in der Black Friday-Woche entsprach 225 Prozent des Volumens einer durchschnittlichen Woche im Jahr 2025, dicht gefolgt vom Cyber Monday. Der frühe Anstieg bedeute jedoch, dass Einzelhändler, die bis Ende November gewartet haben, wichtige Chancen verpasst haben, heißt es in einer Pressemitteilung. „Für Einzelhändler ist es entscheidend, die Dynamik innerhalb dieses Zeitraums zu verstehen”, betonte Jan Lorbach, Senior Director Global Strategic Insights bei NIQ. „Wer zu spät handelt, verpasst Umsatzpotenzial.“

Verschiebungen gab es auch bei den Produkttrends, wo Lifestyle-orientierte Kategorien einen Boom verzeichneten. So stieg beispielsweise der Umsatz mit AR/VR-Brillen rund um den Black Friday im Vergleich zu einer durchschnittlichen Woche um 273 Prozent, während unverzichtbare Artikel wie Waschmaschinen weitaus geringere Zuwächse verzeichneten.

Dies unterstreiche die Bedeutung von Wunschkäufen während der Aktionszeiträume gegenüber rein funktionalen Ersatzkäufen, erklärte NIQ. Für Hersteller und Einzelhändler hinge der Erfolg deshalb von frühzeitigem Engagement und strategischer Sortimentsplanung ab. Werbeaktionen sollten sich auf begehrte Kategorien und Premiumprodukte konzentrieren, während flexible Preisgestaltung die Wettbewerbsfähigkeit während der gesamten Saison sicherstelle. Die Weihnachtszeit sei demnach kein kurzer Sprint, sondern ein Marathon, der Wochen zuvor beginne.