Trotz des herausfordernden Umfelds hat die Miele Gruppe im Geschäftsjahr 2024 ihren Umsatz um 1,7 Prozent auf 5,04 Milliarden Euro gesteigert. Zu den markanten Ereignissen in vergangenen Jahr zählten das 125-jährige Bestehen des Unternehmens sowie der Start des Transformationsprogramms MPP (Miele Performance Program), das bereits erste Resultate zeigt. Trotz des im Rahmen der Maßnahmen beschlossenen Abbaus von Arbeitsplätzen in Deutschland konnten betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Auch alle Standorte sollen weiter bestehen.
„Unser Geschäftsjahr war außergewöhnlich, geprägt von Highlights und Herausforderungen”, sagte Dr. Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter von Miele. „Wir haben weltweit unser 125-jähriges Bestehen gefeiert und zugleich eines der größten Transformationsprogramme in der Unternehmensgeschichte gestartet.”
„Trotz angespannter Marktbedingungen mit Kaufzurückhaltung, hohem Preisdruck und geoökonomischen Herausforderungen haben wir uns behaupten können”, fügte der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Markus Miele hinzu. „Dafür danken wir unserem Team herzlich.“
Neben den Jubiläumsfeierlichkeiten auf allen fünf Kontinenten zählten der Produktionsstart des neuen Werks in den USA, das Joint Venture SteelcoBelimed im Medizintechnikbereich sowie wichtige Produkt-Premieren auf der Leitmesse IFA in Berlin zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres. Auch 2025 will Miele auf der IFA mit Innovationen für Aufmerksamkeit sorgen – dieses Mal unter der Überschrift „Next Level Cooking”.
Das 2025 gestartete das Transformationsprogramm MPP zeigt bereits Wirkung.„Unser Ziel war es, Mieles Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und so die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern”, betonte Geschäftsführerin Rebecca Steinhage. „Von den geplanten Maßnahmen zur Erlösverbesserung und Effizienzsteigerung in Höhe von 500 Millionen Euro wurden bereits 50 Prozent realisiert. Dass es uns dabei gelungen ist, betriebsbedingte Kündigungen bei diesem Thema in Deutschland auszuschließen, war ein wichtiger Erfolg.”
Durch das Joint Venture SteelcoBelimed stieg die Gesamtzahl der Beschäftigten in der Miele Gruppe um 3,4 Prozent auf 23.500. In Deutschland waren Ende des Jahres rund 11.300 Mitarbeitende beschäftigt, 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Alle Standorte seien gesichert, erklärte Steinhage. Bis 2028 will Miele rund 500 Millionen Euro in Deutschland investieren.
Bei den Investitionen spielt auch der Einsatz Künstlicher Intelligenz eine wichtige Rolle: „Unsere Produkte denken heute schon smart und schaffen damit echten Mehrwert im Haushalt“, erklärte Miele. „Wir investieren zudem in KI fürs Unternehmen als Ganzes. Das reicht von der Verwaltung über die Produktion bis hin zum Service.“ Auch Nachhaltigkeit soll unabhängig von politischen Trends im Fokus bleiben. Dabei setzt Miele auf Qualität, Effizienz und Langlebigkeit, aber auch auf regenerative Energiequellen wie Geothermie, Photovoltaik und Abwärme sowie auf den recycelter oder recycelbarer Materialien in Produkten und Verpackungen.
Für das laufende Jahr sieht Miele trotz der Belastungen durch Faktoren wie Baukrise, Konsumzurückhaltung, intensivem Wettbewerb geopolitischen Entwicklungen positive Anzeichen. Dazu gibt auch die Geschäftsentwicklung zum Jahresauftakt und dem Feedback des Handels zu Produktneuheiten Anlass. „Wir setzen unseren strategischen Kurs unbeirrt fort, um unsere Ziele nachhaltig zu erreichen”, kündigte Zinkann an. „Auf das Geschäftsjahr 2025 blicken wir zuversichtlich.“