Im Vorfeld der am Freitag, 4. September 2026, startenden IFA 2026 fand heute die Opening Press Conference der Veranstalter statt und markierte damit den Auftakt der Media Days. Zunächst rückte Leif Lindner, CEO der IFA Management, die rasante Entwicklung von künstlicher Intelligenz und Robotik sowie deren Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Alltag in den Mittelpunkt. Carine Chardon, Geschäftsführerin der GFU Consumer & Home Electronics GmbH, erläuterte die globale Entwicklung und Trends der Technischen Konsumgüter-Branche.
In seiner Eröffnungsrede beschrieb Leif Lindner eine technologische Entwicklung, die schneller voranschreitet als frühere industrielle Umbrüche. Künstliche Intelligenz lerne inzwischen nicht mehr nur, Inhalte zu erstellen und komplexe Aufgaben zu lösen. Sie beginne zunehmend, in der physischen Welt zu agieren. Gleichzeitig ziehen kleinere und energieeffizientere KI-Modelle direkt in Smartphones, Fahrzeuge, Haushaltsgeräte und weitere Alltagsprodukte ein.
„Die Zukunft ist nicht länger etwas, das irgendwo am Horizont liegt“, kommentierte sagt Leif Lindner, CEO der IFA Management GmbH. „Die Zukunft ist jetzt. Technologie allein schafft jedoch noch keinen Fortschritt. Erst wenn Menschen sie verstehen, ausprobieren und mitgestalten können, entfaltet sie ihr Potenzial. Genau dafür steht die IFA: Wir machen Innovationen erlebbar und schaffen Orientierung in einer Zeit, in der sich Technologie schneller verändert als je zuvor.“
Auf der IFA können Besucherinnen und Besucher in den kommenden Tagen erleben, wie KI und Robotik bereits heute eingesetzt werden. Beim RoboCup treten autonome Roboter in Fußballspielen gegeneinander an. Bei „Robots on the Runway“ zeigen humanoide Roboter und Entertainment-Roboter, wie Technologie, Bewegung und Unterhaltung miteinander verschmelzen. Darüber hinaus bringt die IFA Technologie mit Kultur, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen. Formate wie der Retail Leaders Summit, die neue Retail Innovation Zone, das Smart Living Forum und IFA Next vernetzen internationale Marken, Start-ups, Handel, Forschung und politische Entscheider:innen. Mit IFA Moments, dem IFA Creator Hub und Live-Podcasts im Sommergarten trägt die IFA technologische Debatten zudem über die Messehallen hinaus.
Der GFU Consumer & Home Electronics zufolge zeige sich der globale Markt für Technologie- und Gebrauchsgüter trotz geopolitischer Spannungen, anhaltender Inflation und erheblicher Belastung der Lieferketten widerstandsfähig. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der weltweite Umsatz (ohne Nordamerika und Russland) um 6,0 Prozent auf 430,5 Milliarden US-Dollar. Währungsbereinigt fiel das Wachstum mit 2,4 Prozent moderater aus. Ein Teil des nominalen Umsatzanstiegs ist auf Wechselkurseffekte, insbesondere die Entwicklung des US-Dollars, zurückzuführen. Getrieben werde das Wachstum vor allem von Premium-Produkten, die einen klaren Mehrwert und Entlastung für den Alltag bieten. Verbraucher kaufen in vielen Kategorien bewusster und behalten Geräte länger. Gleichzeitig sind sie bereit, für innovative Funktionen, bessere Leistung und Komfort mehr zu investieren.
Zu den globalen Wachstumstreibern gehören die aufstrebenden Länder Asiens außerhalb Chinas, die im ersten Halbjahr ein zweistelliges Wachstum von 12 Prozent verzeichneten. Im Zuge der Diversifizierung globaler Lieferketten profitieren insbesondere Länder aus Südostasien, die sich als Exporteure von KI-Technologie und Hardwarekomponenten etablieren. Auch im Nahen Osten und in Afrika ist eine positive Entwicklung zu beobachten, mit einem Markt-Anstieg von 15 Prozent im 1. Halbjahr.
Erneut erwiesen sich Elektro-Haushaltkleingeräte als besonders dynamisch. Sie führten im ersten Halbjahr den „Tech & Durable“ Markt mit einem Wachstum von 5% an. Telekommunikationsgüter folgten mit +4% globalem Wachstum, und Consumer Electronics mit +2 %. Auf Produktebene entwickelten sich etwa freistehende „Space-Fit”-Kühlschränke, die sich optisch und funktional in moderne Küchen integrieren lassen, besonders positiv, außerdem Waschmaschinen mit Dampf-Reinigungsmodus, Espresso-Siebträgermaschinen, Saugroboter und AI-PCs mit integrierten Prozessoren für lokale KI-Anwendungen, sowie Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 75 Zoll oder größer.
„Der Markt ist stärker, als es die Stimmung vermuten lässt“, erklärte Carine Chardon, Geschäftsführerin der GFU Consumer & Home Electronics GmbH. „Entscheidend für Wachstum sind gezielte Innovationen, die den Alltag der Verbraucher erleichtern, Energie-effizient agieren oder neue Nutzungsmöglichkeiten eröffnen. Die Zukunft des technischen Konsumgütermarktes ist damit nicht nur technologisch geprägt, sondern vor allem auch von der Fähigkeit, Innovation in konkrete Alltagserleichterung zu übersetzen. Alle diese Themen und dazugehörigen Produkte und Entwicklungen sind in den kommenden Tagen auf der IFA 2026 zu bestaunen und entdecken.“
Auch am zweiten Tag der Media Days, Donnerstag, 3. September 2026, erwarten Besucherinnen und Besucher zahlreiche Keynotes, Produktneuheiten und Live-Erlebnisse.












