Home Electronics Markt in 2025 stabil

Nach einem rückläufigen Vorjahr erreicht der Home Electronics Markt mit einem Gesamtumsatz von 46,9 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahres (±0,0 Prozent). Das ergibt sich aus den Zahlen des von der GFU Consumer & Home Electronics und der GfK (NIQ) erhobenen Home Electronics Market Index’ (Hemix). Während einzelne Segmente weiterhin rückläufig waren – insbesondere klassische Unterhaltungselektronik und Elektrogroßgeräte – sorgten Wachstumsimpulse in den Bereichen Informationstechnologie, Videogames sowie Elektrokleingeräte für Ausgleich.

Im Bereich TV-Geräte stieg der Absatz um 2,1 Prozent auf 4,54 Millionen Stück, gleichzeitig sank der Durchschnittspreis um 8,2 Prozent auf 642 Euro über alle verkauften Geräte. Entsprechend verzeichnete das Segment ein Umsatzminus von 6,3 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Die rückläufige Preisentwicklung sei vor allem auf zwei große Faktoren zurückzuführen – zum einen auf die ausgeprägte Preissensibilität der Konsumentinnen und Konsumenten und zum anderen auf einen zunehmenden Wettbewerb im großformatigen Display-Segment, heißt es in einer Pressemitteilung.

Im Bereich Videogames-Konsolen stieg der Absatz stieg um 6,6 Prozent, während die Durchschnittspreise um 12,3 Prozent zulegten. Insgesamt wuchs der Umsatz in diesem Segment um 19,7 Prozent auf 919 Millionen Euro. Auch Action Cams verzeichneten eine positive Entwicklung. Der Absatz erhöhte sich um 18,7 Prozent, der Umsatz stieg im gleichen Umfang auf 131 Millionen Euro.

Mit einem Umsatz von 29,5 Milliarden Euro blieb der Bereich Consumer Electronics insgesamt nahezu auf Vorjahresniveau und verzeichnete lediglich einen geringfügigen Rückgang von 0,1 Prozent.

Der Bereich der Unterhaltungselektronik verzeichnete einen Rückgang von 1,9 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. Während TV-Geräte mengenmäßig zulegten, führten sinkende Durchschnittspreise zu Umsatzverlusten. Deutlich rückläufig entwickelte sich zudem der Umsatz im Bereich Home Audio mit einem Minus von 9,0 Prozent.

Das Segment der privat genutzten Telekommunikation verzeichnete im Jahr 2025 einen Umsatzrückgang von 2,8 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro. Smartphones entwickelten sich weiterhin leicht rückläufig und erreichten ein Minus von 3,0 Prozent beim Umsatz. Zwar stiegen die Durchschnittspreise moderat um 2,1 Prozent, jedoch gingen die Stückzahlen um 5,0 Prozent zurück. Core Wearables konnten dagegen ein leichtes Umsatzplus von 0,3 Prozent erzielen. Hier standen steigende Stückzahlen von 6,0 Prozent moderat sinkenden Durchschnittspreisen gegenüber.

Der Bereich der privat genutzten IT-Produkte entwickelte sich im Jahr 2025 dynamisch und verzeichnete ein Umsatzplus von 8,1 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro. Besonders stark wuchsen Desktop-PCs mit einem Umsatzanstieg von 33,8 Prozent sowie Notebooks mit einem Plus von 13,5 Prozent. Insgesamt legte der Bereich PCs um 9,4 Prozent zu. Auch externe Festplatten mit einem Umsatzplus von 16,9 Prozent sowie USB-Sticks mit einem Zuwachs von 10,5 Prozent entwickelten sich positiv. Tablet PCs verzeichneten zwar ein leichtes Absatzplus, mussten jedoch aufgrund sinkender Durchschnittspreise einen Umsatzrückgang von 4,2 Prozent hinnehmen.

Im Bereich der Elektrohausgeräte wuchs der Gesamtumsatz um 0,5 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro. Elektrokleingeräte entwickelten sich mit einem Plus von 3,7 Prozent auf 8,0 Milliarden Euro weiterhin positiv. Elektrogroßgeräte verzeichneten ein Minus von 2,7 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro.

„Nach den deutlichen Korrekturjahren, die auf das Pandemie-bedingte Nachfragehoch in 2020 und 2021 eingesetzt hatten, sahen wir 2025 eine klare Stabilisierung des Marktes“, kommentierte Carine Chardon, Geschäftsführerin der Branchenorganisation GFU Consumer & Home Electronics GmbH, die Marktentwicklung. „Investitionen in neue Technologien – etwa im Bereich Gaming oder bei leistungsstarken IT-Produkten – sowie ein insgesamt wieder etwas robusteres Konsumklima haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Gleichzeitig zeigt sich, dass sich Austauschzyklen in einigen Segmenten verlängern – auch dank langlebiger Produkte.“

Für das Jahr 2026 erwartet die Branche eine moderate Wachstumsdynamik. Positive Impulse könnten laut GFU insbesondere von KI-gestützten Endgeräten, der Fußball-Weltmeisterschaft, neuer Gaming-Hardware sowie Energie- und Ressourcen-effizienten Haushaltsgeräten ausgehen. Im zweiten Halbjahr dürfte die anziehende Baukonjunktur den Einbau-Haushaltgeräten einen Schub verleihen. Gleichzeitig bleibe das Marktumfeld angesichts vielschichtiger Unsicherheitsfaktoren, einer gestiegenen Sparneigung und einer weiterhin ausgeprägten Preissensibilität anspruchsvoll.