Groupe SEB will bis zu 600 Arbeitsplätze in der DACH-Region abbauen

Die Groupe SEB – nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Elektrokleingeräte – will in der DACH-Region bis zu 600 der derzeit mehr als 4.400 Arbeitsplätze streichen. Betroffen seien die Verwaltung, die Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten, die Stores sowie Teile der Produktion, erklärte das Unternehmen. Die Fertigung von Kochgeschirr, Backformen und Messern an den Standorten Riedlingen, Hayingen (beide Baden- Württemberg) und Diez (Rheinland-Pfalz) soll eingestellt und an andere Standorte verlagert werden. Die DACH-Region bleibe für Groupe SEB aber von hoher strategischer Bedeutung, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Campus im baden-württembergischen Geislingen werde weiterhin als Hauptsitz der Marke WMF, regionales Headquarter für die Region DACH der Consumer-Einheit und globales Kompetenzzentrum für professionelle Kaffeemaschinen genutzt.

Die Group SEB hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 8,17 Mrd. Euro erzielt, 0,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Das operative Ergebnis sank um 25 Prozent auf 601 Mio. Euro und übertraf damit leicht die zuletzt im Oktober 2025 angepasste Prognose des Managements. Der Nettogewinn lag mit 245 Mio. Euro um 5,6 Prozent über dem Vorjahr, die Dividende soll unverändert bei 2,80 Euro bleiben.

Die jetzt bekanntgegebenen Maßnahmen sind Teil eines globalen Rebound-Plans, mit dem die Groupe SEB weltweit organisatorische Anpassungen vornimmt, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und sich an rasch verändernde Marktbedingungen anzupassen. Dabei gehe es um die Vereinfachung von Strukturen, die Beschleunigung digitaler und Omnichannel-Aktivitäten sowie eine Steigerung der operativen Effizienz in allen Geschäftsbereichen, erklärte das Unternehmen. Die Group SEB werde weiterhin ein Netz aus Stores in der Region betreiben und in ihre Kernmarken investieren, zu denen WMF, Tefal, Rowenta, Krups, Moulinex, Silit, Emsa und Kaiser gehören.

Der Arbeitsplatzabbau soll nach Angaben des Unternehmens sozialverträglich und fair erfolgen, z. B. durch freiwillige Vereinbarungen, natürliche Fluktuation und Vorruhestandsregelungen. Dazu will das Unternehmen zeitnahe Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen aufnehmen.