Dr. Kai-Ulrich Deissner, CEO von Ceconomy, der Muttergesellschaft von MediaMarktSaturn, hat dem Aufsichtsrat der Gesellschaft seine Entscheidung mitgeteilt, aus persönlichen Gründen sein Amt im Laufe des Jahres 2026 aufzugeben. Das gab das Handelsunternehmen, das sich derzeit im Prozess der Übernahme durch den größten chinesischen Einzelhändler, JD.com, befindet, in einer Pressemitteilung bekannt. Deissner war seit Februar 2023 CFO des nach eigenen Angaben führendem Elektronikeinzelhändlers in Europa und hatte im Mai 2025 die Rolle des CEO übernommen, nachdem Dr. Karsten Wildberger das Unternehmen verlassen hatte, um ein Ministeramt in Berlin zu übernehmen.
„Es ist Zeit für mich, ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen, um Prioritäten neu zu ordnen”, kommentierte Deissner seine Entscheidung. „Das ist möglich, weil Ceconomy hervorragend aufgestellt ist. Die Vision und Mission, MediaMarkt und Saturn vom klassischen Einzelhändler zu einer Omnichannel Service Plattform umzubauen, ist umgesetzt. Nach drei Jahren kontinuierlicher Ergebnissteigerung sind wir auf dem besten Weg, unsere strategischen Ziele zu erreichen, und die Weichen für die nächste Phase sind durch die angekündigte Kooperation mit JD.com gestellt. Wir haben beste Voraussetzungen, den Markt für Consumer Electronics in Europa anzuführen. Das ist nicht meine Leistung, sondern die Leistung von fast 50.000 Kolleginnen und Kollegen, auf die ich stolz und denen ich sehr dankbar bin – sie ermöglichen mir diesen selbst gewählten Schritt.“
„Ich bedauere und respektiere diese gänzlich private und persönliche Entscheidung von Kai-Ulrich Deissner sehr”, erklärte der Vorsitzende des Aufsichtsrats von Ceconomy, Christoph Vilanek. „Er hat zunächst als CFO und aktuell als CEO das Unternehmen grundsätzlich mitgestaltet und die Experience Electronics Strategie mitentwickelt sowie umgesetzt. Der Erfolg ist in Form von zwölf Quartalen kontinuierlichen Wachstums sichtbar. Dafür bin ich und sind die Aktionäre der Gesellschaft ihm sehr dankbar. Er wird eine Lücke hinterlassen. Gleichzeitig hat er in seinem Umfeld ein starkes Team aufgebaut und damit die Weichen für Kontinuität und seine Nachfolge gestellt.“
Der Aufsichtsrat will sich in seiner Sitzung am 12. März 2026 mit der Situation befassen.











