BVT: Technikmarkt 2026 unter Druck

Auf einem Presseevent des BVT in Köln erklärte der Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT), dass laut BVT-Schätzung die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland 2026 voraussichtlich rund 45,5 Milliarden Euro für Technische Gebrauchsgüter ausgeben (2025: 46,9 Mrd. Euro), rund 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Schätzung umfasst die Käufe privater Kunden (B2C). Kaufimpulse setzen etwa neue Smartphones, KI-PCs, Saugroboter und Kaffeegeräte für den Cold-Brew-Trend.

Rund neun von zehn Kunden informieren sich laut BVT vor dem Technikkauf online, immer öfter mit Chat GPT & Co. „Generative KI verändert die Customer Journey grundlegend: Sie beeinflusst, wie Konsumenten Produkte recherchieren, vergleichen und auswählen. Für Marken und Händler wird es deshalb zur zentralen Frage, wie sie im Zeitalter der KI sichtbar und relevant bleiben“, erkärte Andreas Peplinski, Director CSM bei NIQ. „ChatGPT macht unsere Kunden schlauer. Aber die KI gibt kein Gerät in die Hand, stellt keine Rückfrage und repariert nichts. Wer gut vorbereitet zu uns kommt, will keine Wiederholung aus dem Chat, sondern echte Beratung und kann gleichzeitig die Technik auch live erleben.“, fügte Frank Schipper, Vorstandsvorsitzender des BVT und Technikhändler, hinzu.

Für das Weihnachtsgeschäft inklusive Black Week erwartet der Handel ein Ergebnis zwischen leichtem Rückgang und Vorjahresniveau, heißt es in einer Pressemitteilung des BVT. Rabatte starten immer früher, Kunden planen bewusster. Der Fachhandel setzt deshalb auf die Kombination aus Angebot, Beratung und Service, von der Lieferung über die Installation bis zur Abholung online bestellter Ware im Markt. Deutliche Kritik übt der Verband an der EU-Regulierung: „Brüssel fragt ständig, wie sich Bürokratie abbauen lässt. Mein Tipp: Einfach mal aufhören, neue zu produzieren! Bei den Verpackungsvorschriften haben Händler wegen des bürokratischen Irrsinns den Verkauf ins EU-Ausland eingestellt. Jetzt muss Brüssel zurückrudern. Erst den Handel ausbremsen und dann die eigenen Regeln reparieren – das ist doch absurd!“, kommentierte Kahnt.