BSH meldet stabile Umsätze im Jahr 2025

Die BSH Hausgeräte GmbH hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 15,0 Milliarden Euro erzielt. Das bedeute nominal einen Rückgang von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, entspreche aber in lokaler Währung einem Wachstum von 2,8  Prozent, betonte CFO Dr. Thorsten Lücke auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens. Trotz hoher Restrukturierungskosten durch die Schließung des Werkes in Nauen (Waschmaschinen) und des Neff Standorts in Bretten (Herde und Dunstabzugshauben) sei das Ergebnis positiv ausgefallen. Der operative Gewinn habe sich sogar verbessert.

„Wir haben uns in schwierigem Fahrwasser wacker geschlagen”, blickte CEO Dr. Matthias Metz auf das vergangene Geschäftsjahr zurück. „Es war ein Jahr mit viel Gegenwind, in dem sich jedoch gezeigt hat, dass unser Zukunftsfahrplan wirkt.“ Als nach wie vor größter Hausgerätehersteller in Europa sei der BSH-Umsatz in Nordamerika, Europa sowie den Emerging Markets 2025 gewachsen.

In der Region Europa gelang dem Unternehmen trotz Preisdrucks mit einem Umsatzplus von 1,2 Prozent eine Trendwende. Dazu trugen vor allem ein Wachstum von 4 Prozent im Einbaubereich sowie positive Entwicklungen in lokalen Märkten bei, zu denen neben Großbritannien, Spanien, den Niederlanden oder Italien auch Deutschland gehörte.

In der Region Nordamerika gewann die BSH erneut Marktanteile und steigerte ihren Umsatz in lokaler Währung um mehr als 5 Prozent; das bedeutete auf Euro-Basis trotz des schwachen Dollars immer noch ein Plus von 0,4 Prozent. Zu dieser Entwicklung trugen vor allem Zuwächse bei den Luxusmarken Gaggenau und Thermador sowie bei Einbaukühlschränken und Gaskochfeldern bei. Gleichzeitig stärkte die BSH die Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit Marke Bosch in der Region – u. a. mit einem plakativen Auftritt auf der CES. In der Region Emerging Markets, zu der unter anderem die Türkei, Osteuropa, der Mittlere Osten, Indien und Afrika gehören, stieg der Umsatz um 2,3 Prozent – in Landeswährung ergab sich ein Plus von 24 Prozent.

Kräftig ins Minus rutschten aufgrund der anhaltenden Marktschwäche die Umsätze in der Region Greater China mit einem Rückgang von 7,1 Prozent (in lokaler Währung 3,2 Prozent). Dennoch habe die BSH ihre Position als einziger relevanter nicht-chinesischer Hausgerätehersteller im Markt behauptet, betonte Metz.
Im Geschäftsjahr 2025 investierte die BSH 847 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung; das entspricht einem Anteil von 5,6 Prozent am Jahresumsatz. Dazu kamen zukunftsgerichtete Investitionen in Höhe von 463 Millionen Euro (3,1 Prozent vom Umsatz), die für die weitere Digitalisierung, den Einsatz künstlicher Intelligenz, mehr Sicherheit in der IT-Infrastruktur sowie für Kundenservice, Marktpräsenz und Vertrieb ausgegeben wurden.

Immer wichtiger wird für den Hersteller der Einsatz Künstlicher Intelligenz: Ein Beispiel dafür ist der weltweit erste KI-Rezeptkonverter für den Bosch Cookit, der Online-Rezepte in geführte Kochprogramme übersetzt. In China ist seit Anfang des Jahres der erste Backofen mit vollständig integrierter KI-unterstützter Sprachsteuerung auf dem Markt, weitere KI-Anwendungen, z. B. in der Wäschepflege, sollen in naher Zukunft folgen. Zudem trägt KI bei der BSH immer mehr zur Steigerung der Effizienz in der Herstellung, der Logistik und in internen Prozessen bei.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die BSH-Führung nicht mit einer positiven Veränderung des Umfelds: „Eine wirkliche Erholung der Märkte ist nicht absehbar”, sagte Metz. Deshalb komme es weiterhin auf die konsequente Umsetzung der eigenen Strategien an: „Unser Leitmotiv: Widerstandskraft beweisen und in Zukunft investieren”, betonte der BSH-CEO. „Genau das haben wir 2025 getan. Genau das setzen wir 2026 konsequent und kraftvoll fort.“