Startschuss für HD+ IP

Schon im Dezember soll die HD+ IP App über ein automatisches Software-Update in aktuelle Panasoinc-TVs ab der JXW854-Serie integriert werden.

Nur wenige Wochen nach der Ankündigung des mobilen Dienstes HD+ ToGo macht der Münchener  Spezialist für hochaufgelöstes Fernsehen seine Angebote jetzt auch für Haushalte ohne Sat-Empfang verfügbar. Mit dem neuen Streaming-Produkt HD+ IP können potentiell alle 38 Millionen TV-Haushalte in Deutschland über das Internet auf die zahlreichen Progamme von HD+ zugreifen. Als erster Hersteller wird Panasonic ab Dezember die HD+ TV App, mit der dann neben HD+ via Sat auch HD+ IP möglich ist, in ausgewählte TVs integrieren.

Wie bei der bewährten Sat-­Variante umfasst das Angebot von HD+ IP über 50 HD-Programme, darunter reichweitenstarke Sender wie RTL HD, ProSieben HD sowie öffentlich-rechtliche Programme von ARD und ZDF.  Komfortfunktionen wie der einfache Neustart von Programmen der HD+ Sender gehören ebenso zum Leistungsprofil wie die innovative Suchfunktion für Inhalte im Live-TV, in den Media­theken sowie in der TV-Vorschau. Zusätzlichen Komfort bieten der umfassende TV-Guide (EPG), die TV-Tipps sowie eine Merkliste für die persönliche Programm­planung.

„HD+ IP markiert für uns eine neue Ära in der Vermarktung”, erklärte Norbert Hölzle, der als Senior Vice President Commercial das DACH-Geschäft der SES verantwortet. „Vor allem in den Ballungsgebieten mit wenig Sat-Anteil konnten wir bisher noch nicht so durchstarten, wie wir es uns wünschen. Jetzt wendet sich das Blatt, denn in diesen Regionen verfügen praktisch alle Wohnungen über leistungsfähige Internetanschlüsse. Mit dem Dreiklang aus klassischem TV-Empfang, Streaming und mobiler Nutzung werden wir jeder Facette der heutigen Mediennutzung und den Ansprüchen der Verbraucher gerecht.“

Erster Partner Panasonic

Als erster Hersteller integriert Panasonic die HD+ IP App in ausgewählte Smart TVs. Schon im Dezember sollen aktuelle Modelle ab der JXW854-Serie über ein automatisches Software-Update für den Dienst fit gemacht werden. „Wir starten dank der guten Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Partner Panasonic, wie schon bei der Einführung der direkten Integration von HD+ in Fernsehgeräte Anfang 2019”, sagte Hölzle. „Danach folgten rasch weitere namhafte Marken und Hersteller mit großen Marktanteilen wie Samsung, Vestel sowie jüngst Sony und Philips. Dadurch ist HD+ jedes Jahr bei über der ­Hälfte aller in Deutschland verkauften UHD-Fernseher mit an Bord. Das streben wir natürlich auch für HD+ IP an, denn Gespräche führen wir ereits.“ Haushalte mit Sat-Empfang sollten HD+ weiter über Astra Satellit empfangen, um Zugriff auf die UHD-Sender zu erhalten.

Kostenlose Testphase

HD+ IP kann einen Monat lang kostenlos getestet ­werden. Danach kann der Empfang entweder mit der Buchung eines monatlich kündbaren Abo im HD+ Webshop für sechs Euro im Monat oder dem Kauf eines ­Prepaid-Voucher (Laufzeit 12 Monate) für 75 Euro im Fachhandel verlängert werden. Nach Abschluss eines Abos ist es möglich, den mobilen Dienst HD+ ToGo im Webshop für fünf Euro im Monat dazu zu buchen, um die HD+ Programme auch mobil auf Smartphones und Tablets empfangen zu können. Für die Nutzung vonHD+ IP ist eine Internetverbindung mit einer Bandbreite von mindestens 6 Mbit/s erforderlich, empfohlen werden 16 Mbit/s.

HD+ Vertriebs- und Marketingchef Andreas Müller-­Vondey: „Unsere Angebote erreichen jetzt potenziell jeden der insgesamt 38 Millionen Fernseh-Haushalte in Deutschland.”

Interview mit HD+ Vertriebs- und Marketingchef Andreas Müller-Vondey: „Mehr Potential für den Fachhandel”

Mit HD+ IP sind die Angebote von HD+ nicht mehr nur auf Sat-Haushalte beschränkt. PoS-MAIL hat mit Vertriebschef Andreas Müller-Vondey darüber gesprochen, was das für die Partner im Fachhandel bedeutet.

PoS-MAIL: Herr Müller-Vondey, warum setzt die Tochtergesellschaft des Sat-Unternehmens SES mit HD+ IP jetzt auch auf Streaming-Angebote über das Internet? Machen Sie sich damit nicht selbst Konkurrenz?

Andreas Müller-Vondey: Nein, denn wir bieten HD+ IP ja nicht als Alternative zu HD+ für Sat-Nutzer an, sondern erweitern signifikant das Vermartungspotential für unsere Dienste. Damit stellen wir uns auf die Realitäten im Markt ein, denn 21 Millionen TV-Haushalte in Deutschland empfangen ihre Fernsehprogramm nicht über Satellit. Jetzt können wir alle 38 Millionen Haushalte mit TV-Empfang adressieren. Das ist auch für ­unsere Handelspartner ein Meilenstein, denn noch nie war die Vermarktung von HD+ so einfach und attraktiv.“ 

 

PoS-MAIL:Wie kann der Fachhandel diese Chance am besten nutzen?

Andreas Müller-Vondey: Bisher konnten nur Sat-Haushalte das HD+ Sender-Paket per Prepaid-Voucher verlängern. Diese Beschränkung fällt nun weg, so dass ­unsere Handelspartner künftig bei jedem Neukauf eines Fernsehers mit unserer App an Bord zusätzliche Umsätze und Margen erzielen können, wenn sie HD+ oder HD+ IP aktiv anbieten. Das bedeutet deutlich mehr Potential für den Fachhandel, denn HD+ steht jetzt der größten denkbaren ­Ziel­gruppe zur Verfügung: ­Unsere Angebote erreichen potenziell jeden TV-Haushalt in Deutschland und können zudem mit dem kürzlich gestarteten mobilen Service HD+ ToGo auf jedem Smartphone oder Tablet praktisch überall empfangen werden.

PoS-MAIL: Aber HD+ ToGo kann man derzeit nur über ihren Webshop, aber nicht im Fachhandel buchen.

Andreas Müller-Vondey: Das ist richtig und hat seinen Grund darin, dass derzeit für die Nutzung der App ein Kundenkonto bei uns notwendig ist. Aber wir ­arbeiten an einer einfachen Lösung, die es unseren Handelspartnern schon bald möglich macht, auch die mobile Variante ohne großen Aufwand zu vermarkten. Die aktuelle Beschränkung von HD+ ToGo auf unseren Webshop ist also nicht in Stein gemeißelt.

PoS-MAIL: Vielen Dank für dieses Gespräch.