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Branchen-News Meldung:

16. September 2019

Noch viel warme Luft bei Alexa Skills

Der Einsatz von Sprachassistenten wird derzeit viel diskutiert – zuletzt auf der IFA in Berlin und der dmexco in Köln. Dabei ist noch weitgehend unbekannt, wie die Nutzer diese neuen Möglichkeiten einsetzen. Die Berliner Digitalagentur Beyto hat jetzt den Alexa Skill Store unter die Lupe genommen und ist dabei zu ernüchternden Ergebnissen gelangt. Unter den Top Ten der am häufigsten bewerteten Skills finden sich nämlich gleich zwei Anwendungen, die das gute alte Furzkissen wieder aufleben lassen. Das lässt darauf schließen, dass viele Nutzer die Amazon Sprachassistentin mit Kommandos wie „Alexa, mach ein Pups-Geräusch!“ beglücken. Ebenfalls hoch im Kurs stehen Tierlaute aller Art.


Mit der Ansage des TV-Programms, dem aktuellen Abfallkalender, einem Wörterbuch und Kochrezepten via Chefkoch schaffen es immerhin vier Skills mit praktischem Nutzwert unter die ersten zehn. Das Thema Shopping sucht man dagegen vergeblich. 

Für Einkäufe wird Alexa also bisher offenbar wenig genutzt – ein Ergebnis, das auch von der Beyto Smart Speaker Studie 2019 bestätigt wird. Ob das Potenzial von sprachgesteuerten Assistenten für Unternehmen überbewertet ist, ist dabei noch nicht klar. In jedem Fall wissen Anbieter und Nutzer einfach noch nicht so richtig, wie sie die neuen Möglichkeiten nutzen können. Doch ein Blick zurück macht Hoffnung: Auch die weltweite Erfolgsgeschichte von Apps für Mobilgeräte begann einst mit Pups-Geräuschen und albernen Spielereien wie der Anzeige von sich leerenden Biergläsern, bevor sich ein  neues Geschäftsfeld mit Milliardenumsätzen entwickelte. Seit Mai 2019 lassen sich auch in Deutschland die Alexa Skills monetarisieren, indem die Entwickler Shopping-Möglichkeiten einbauen. Es gibt also gute Gründe, die Kommerzialisierung von Voice-Anwendungen schon frühzeitig in den Blick zu nehmen.

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